Maria Theresia Grenzstein

Das Neuhauser Hügelland war seit der Römerzeit durch die Grenzlage geprägt. Die Bevölkerung litt Jahrhundertelang an der Grenzsituation. Die Maria-Theresia- Grenzsteine stammen aus einer Zeit (Mitte 18. Jhdt.) in der endlich Frieden an der damals österreichisch-ungarischen Grenze einkehrte. Kalksedimentsteine aus dem Jahr 1756.

 

 

 


 

Römisch Katholische Pfarrkirche

Der Ursprung der katholischen Kirche Neuhaus dürfte auf das Jahr 1213 (terra de Dobra) zurückzuführen sein. 

Es handelt sich dabei um die Urpfarre der Herrschaften Neuhaus und St. Gotthard. Wahrscheinlich hat sich Neuhaus noch vor 1415 von dieser Mutterpfarre gelöst und eine eigene Pfarre und Kirche errichtet. 

Als Erneuerer der katholischen Pfarre um 1690 gilt Adam Batthyany. 

Die beiden unteren Geschosse der heutigen Kirche stammen aus dem 17. Jahrhundert. Der vorgestellte Südturm mit Zwiebelhelm und das Obergeschoss (das Schiff ist ohne Jocheinteilung) wurden im 18. Jahrhundert errichtet. 

Die Kirche besitzt einen eingezogenen Plygonalchor. Das ehemalige Hochaltarbild vom Heiligen Stefan stammt aus dem 17. Jahrhundert und befindet sich an der Apsiswand.

 

 

 


 

Burg Ruine Neuhaus/Klb.

Die Burg Dobra oder Neuhaus wird bereits 1170 als „novum Castrum“ erwähnt und zählt zu den ältesten mitteralterlichen Burganlagen im Grenzbereich. Ganz offensichtlich war sie das ungarische Gegenstück zur steirischen Grenzburg Kapfenstein und sollte das Land zwischen Raab und Mur schützen. In enger Verbindung mit den Güssinger Grafen stehend, wurde sie oft umkämpft und erobert, zuletzt 1467 durch Andreas Baumkircher, und zwar bei seinem Kriegszug gegen Kaiser Friedrich III. Dabei wurde sie schwer zerstört. Nach dem Wiederaufbau durch die Familie Széchy, die die Burg seit 1387 besaß, kam sie nach mehrmaligem Wechsel 1607 an Franz Batthyány.

Der Verfall der altehrwürdigen Gemäuer zur Ruine ist nicht den Zerstörungen zuzuschreiben, sondern wie bei fast allen anderen Burgruinen den Steuermaßnahmen des Kaisers Joseph II., die vielen Burgenbesitzer veranlassten, die Dächer abzutragen, um sich die vorgeschriebenen Steuerleistungen zu ersparen. Dadurch wurde innerhalb kürzester Zeit der Verfall der mächtigen Bauwerke zu mysteriösen Ruinen bewirkt.
Die Marktgemeinde Neuhaus am Klausenbach ist derzeitiger Besitzer der Ruinenreste. Auf der Aussichtswarte hat man einen sehr schönen Blick in das Neuhauser Hügeland, zum Stadelberg, zu den Schlössern Tabor und Kapfenstein und in die steirische Bergwelt.

 


 

Schloss Tabor

Das Taborschloss gehört zu den ältesten Gebäuden im Bezirk Jennersdorf und wurde im Jahr 1469 vom steirischen Söldnerführer Ulrich Pessnitzer erbaut. Seit 1607 ist das Schloss im Besitze der Batthyanys und diente als Ausweichquartier für die verfallene Burg Neuhaus. Im Glaubenskrieg 1618 – 1648 war das Schloss Zufluchtsort vieler steirischer Protestanten. Im 19. Jahrhundert war Tabor nur mehr Sitz der Herrschaftsverwaltung und wurde schließlich zu einem Wohnhaus der Gutsangestellten umgebaut. Während der Kampfhandlungen im Frühjahr 1945 befand sich im Schloss einen Kommandostelle der russischen Besatzungsmacht mit einer Reparaturwerkstätte für Panzer und Autos. Dadurch wurde das Schloss schwer beschädigt.

Der Kulturverein Schloss Tabor hat im Jahr 1998 das Schloss gekauft und saniert.
Den kulturellen Höhepunkt bilden die alljährlichen Opernaufführungen im August.

 

 


 

Evangelische Pfarrkirche

1792 wurde die Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Neuhaus am Klausenbach gegründet und mit dem Bau einer Pfarrkirche begonnen.
Im Jahre 1869 erfolgte der Ausbau der Kirche zu heutiger Form und Größe. Die Ausmalung war klassizistisch; auch der schlichte, mit Säulen gestaltete Altar stammt aus jener Zeit.

Zum 100-Jahr-Jubiläum 1894 dürfte die Sakristei gebaut worden sein.
Die Pfarrgemeinde verfügt nun auch über eine eigene Internetseite. Besuchen Sie unsere Homepage auf www.evang-neuhaus.at